Holzschutz

Unter dem Holzschutz sind alle Maßnahmen zu verstehen, durch die eine Zerstörung des Holzes vermindert wird. Dabei stehen hier verschiedene chemische und natürliche Mittel zur Verfügung, die entsprechend der Lage des Holzes zur Anwendung kommen können. So unterscheidet man Holzschutzmittel für den Innenbereich und für den Außenbereich sowie für die Nutzung an Möbeln und Ausbauten, wie beispielsweise Treppen. Mit Hilfe der betreffenden Substanzen soll eine vollständige oder teilweise Zerstörung des Holzes durch Einflüsse von Witterung, Insekten und Pilzen verhindert werden, so dass hier auch der Schutz vor so genanntem echtem Hausschimmel eingeschlossen wird. Durch einen intensiven Schutz wird also nicht nur eine anhaltende Hygiene zum Wohle der Nutzer und Einwohner sichergestellt, sondern auch eine lange Gebrauchsdauer ermöglicht, so dass gerade im Immobilienbereich auch hohe Kosten durch Sanierungen vermieden werden können. 

Ziel des Schutzes des verarbeiteten Holzes
Dabei wird mit einem (regelmäßigen) Holzschutz in der Tat mehr als nur ein einziges Ziel verfolgt. Wichtig ist unter anderem die Verhinderung eines natürlichen Holzabbaus durch UV-Licht und durch Witterungseinflüsse, wie Wind, Kälte und Regen oder ganz allgemein Feuchtigkeit. Damit meint der Holzabbau aber nicht den Holzschlag im Wald, sondern den Abbau der natürlichen Holzschichten und die Zersetzung des Holzes. Es soll somit auch die Bildung einer so genannten Patina verhindert werden. Diese wird zwar von vielen Menschen als optisch schön empfunden - vor allem an Balkon-, Garten- und Terrassenmöbeln - ist aber nichts anderes als ein Zeichen eines einsetzenden Zersetzungsprozesses, der das Holz auch brüchig macht.  Weiterhin soll natürlich einem Befall durch Insekten und Pilzen vorgebeugt werden, wobei hier nur an die Zersetzung des Holzes durch den allseits bekannten Holzwurm zu denken ist. Greift dieser beispielsweise auf Holzmöbel über, muss damit gerechnet werden, eines Tages das gute Porzellan in Stücken am Boden vorzufinden oder bei der Nutzung eines Stuhls ebenfalls Bekanntschaft mit dem harten Boden zu machen. Dies gilt es in Hinblick einer optimalen Wohn- und Lebensqualität natürlich zu vermeiden.  Darüber hinaus wird das Brandverhalten des Holzes verbessert, so dass das betreffende Haus weniger feuer- und brandanfällig ist. Natürlich sollte trotzdem die übliche Vorsicht gelten, allerdings sind behandelte Hölzer widerstandsfähiger, falls der Katastrophenfall wirklich einmal eintritt. Zudem wird der mechanische Widerstand des Holzes erhöht und das Absorptionsverhalten zum Positiven verändert, so dass ein Schwinden und Quellen vermieden werden kann. Dies ist vor allem bei Holzfenstern und Türen wichtig, da hier Feuchtigkeit von außen in Form von Niederschlägen ohnehin nicht vollkommen ausgeschlossen werden kann.  

Welche Schutzmöglichkeiten gibt es?
Grundsätzlich lässt sich ein Holzschutz mit und ohne chemikalischer Wirkung unterscheiden, so dass hier jeder Interessent seine optimalen Varianten auffinden und testen kann. Dabei lohnt sich aber wiederum das eingehende Beratungsgespräch im gehobenen Fachhandel, so dass direkt auf Kundenwunsch das sinnvollste Produkt empfohlen werden kann. So sollten sich potenzielle Kunden auch nicht scheuen, auf eventuell vorhandene Allergien an sich selbst oder der mit im Haus wohnenden Familienmitglieder hinzuweisen, denn einige Schutzmittel können durchaus allergische Reaktionen hervorrufen, so dass der Verkäufer wissen sollte, welches Produkt er zum Wohle des Kunden ausschließen muss und was mit gutem Gewissen empfohlen werden kann.

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